Brille beim Schießen, Fern und Nah und so...

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DrJ
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Re: Brille beim Schießen, Fern und Nah und so...

Beitrag von DrJ » 14. Feb 2020, 18:34

Geh am besten zum Optiker und bespreche mit ihm im Detail, wo das Problem liegt. Vielleicht hat er noch ne Idee. So hab ich es gemacht.
Schweigen ist manchmal das bessere Reden.

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heisem
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Re: Brille beim Schießen, Fern und Nah und so...

Beitrag von heisem » 16. Feb 2020, 18:44

mbf hat geschrieben:
10. Feb 2020, 20:28
Hallo Christian, nein, ohne Brille sehe ich das Korn nicht scharf.
Mit Brille ist es lediglich etwas weniger unscharf, aber immer noch jenseits von tauglich. Meine Brille scheint in dem Bereich schwach, aber immerhin etwas zu korrigieren. Deshalb habe ich mit Brille geschossen. Müsste mir Mal vom Optiker die genauen Glasdaten geben lassen, wenn er die rausrückt.

Das Lehrposter ist mir bekannt. Ich mache es trotzdem andersrum, weil ich es seit X Jahren so mache, ich für eine Umstellung keine mentalen Resourcen habe und es eigentlich auch nicht einsehe... :mrgreen: Im Ernst: das so umzustellen, damit es auch in Drucksituationen funktioniert, ist sicherlich ein langwieriger Prozess, für den ich auch nicht die rechte sportliche Eigenmotivation mitbringe, da der zu erwartenden Vorteil sicherlich kaum messbar sein dürfte.
Hallo Matthias,
ich auch, und bleiben wir dabei! - Jake Kaminski vertritt wie der ganze KSL-Club auch die Philosophie, dass man das Ziel anvisieren sollte ("focussing" in seiner doppelten Bedeutung). Recurveschießen im Freien sei eben kein Ziel-Sport, sondern ein Bewegungssport. In seinem neuesten Video redet er da etwa 10 Min. drüber. Er differenziert dabei zwischen Recurve und Compound sowie zwischen Halle und im Freien und gibt Hinweise zum Fokussieren bei Wind.

LG
Heiko
Hoyt Prodigy - Border Formula HEX6.5-H/68/36 - Gabriel GUX - Bogenmechaniker Button - SureLoc Contender-X - Skylon Paragon 750/28"/100 - Spidervanes - FF+ 18 Strands - TEC-HRO Bar - Fuse VFR - Custom Weights - Fairweather Tab L

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ullr
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Re: Brille beim Schießen, Fern und Nah und so...

Beitrag von ullr » 16. Feb 2020, 19:35

heisem hat geschrieben:
16. Feb 2020, 18:44
...
Recurveschießen im Freien sei eben kein Ziel-Sport, sondern ein Bewegungssport. In seinem neuesten Video redet er da etwa 10 Min. drüber. Er differenziert dabei zwischen Recurve und Compound sowie zwischen Halle und im Freien und gibt Hinweise zum Fokussieren bei Wind.
...
Das verstehe ich nicht. Wieso ist Bogenschießen nicht ein "Zielsport" sondern ein "Bewegungssport"?
Wo ist der Unterschied zum "Schieß-" und "Ziel"sport Sportpistole, Luftpistole, Gewehrschießen?
Hat der Herr Kaminski schon mal was von Olympisch-Schnellfeuer/Sportpistole Duell gehört oder von Trap- Skeetschießen und laufende Scheibe??? Da sind wesentlich dynamischerere Bewegungen notwendig als bei allen Bogensportdisziplinen. Und trotzdem sehen die Pistolen/Gewehrschützen das Visierkorn scharf und das (sich sogar bewegende) Ziel umscharf. Die müssen sogar einen Vorhalt einhalten... Also diese Unterscheidung halte ich für Blödsinn.
Die Sache mit dem Zielen läßt sich ganz einfach logisch begründen:
Welche Informationen braucht das Gehirn um die Lage der Waffe einzuregeln? Bewegt sich das Ziel oder bewegt sich das Visier?
Klar, das Visier bewegt sich.
Das ist übrigens Wissensstand bei den Gewehr- und Pistolendisziplinen. Weshalb soll es beim Bogenschießen anders sein?
Und klar ist auch folgendes. Wer es sich eingeprägt hat, und gut/sehrgut damit klarkommt, das Ziel scharf zu sehen, der soll um Himmels willen dabei bleiben. Nichts ist schwieriger als den biologischen Computer umzuprogrammieren.
Aber wirklich verkehrt ist es, einen logischen Zusammenhang zu mißachten, weil ein Spitzenschütze es anders macht... Oder jedenfalls behauptet, es anders zu machen.
Gruß, schönen Restsonntag und klar doch,
"Gut Schuss!"
Christian
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is the murder of a beautiful theory
by a gang of brutal facts.
- Benjamin Franklin –
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b_der_k_te
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Re: Brille beim Schießen, Fern und Nah und so...

Beitrag von b_der_k_te » 17. Feb 2020, 10:17

Ganz am Anfang ist es schon einmal erwähnt worden. Ein Vereinskollege hat sich - wohl auch aus Kostengründen - auf die Gläser seiner Einstärkenbrille unten eine biegsame Kunststofflinse aufkleben lassen und so eine Zweistärkenbrille erhalten. Ist halt nicht so elegant wie eine Gleitsichtbirlle. Solche selbstklebenden Teile gibt es offenbar zu kaufen, wohl auch in der Größe zuschneidbar?
DrJ hat geschrieben:
14. Feb 2020, 18:34
Geh am besten zum Optiker und bespreche mit ihm im Detail, wo das Problem liegt. Vielleicht hat er noch ne Idee. So hab ich es gemacht.
Vielleicht ein wenig OT:
Im alten Forum war ein Optiker aus Hamburg aktiv. (Hat auch Scopelinsen mit Ring-Ätzungen und Bohrungen gemacht und über die diversen Qualitäten gepostet) Von ihm habe ich mal den Begriff "Augendrehpunktforderung" aufgeschnappt. Es klang damals so als ob das schon Standard bei einem ordentlichen Optiker sein sollte dies zu berücksichtigen.
Ich habe mir vor Kurzem auch eine neue Brille zugelegt. Glücklicherweise brauche ich noch lediglich eine Einstärken-Fernsichtbrille. Bin dazu zum Optiker - der auch mal Bogenschütze war - und habe ihm von der Augendrehpunktforderung vorgeschwärmt. Doch er meinte das sei sehr aufwendig (mittels Videoanalyse?) zu messen und das macht praktisch niemand. Man müßte jene Punkte finden um die sich jeweils die Augäpfel (als Kugelgelenke) drehen. Würde mich interessieren wie das in Deutschland ist. Hat jemand Erfahrung damit?

Was man macht ist natürlich den Pupillenabstand zu messen, um die Linsen so in die Fassung einzusetzen das man (geradeaus schauend) das schärfste Bild bekommt. Bewegt man die Augen zur Seite oder rauf/runter, passen die Dioptrien nicht mehr exakt. Deshalb hat mein Optiker aber gleich vorgeschlagen er könne für eine Brille mit der ich dann Bogenschießen gehe, die Linsen so in die Fassung einsetzen das das Bild scharf ist wenn ich entsprechend meiner Kopfhaltung beim Schießen schräg durch die Brille schaue. Dazu müßte ich dann mal die Haltung beim Schießen einnehmen damit er messen kann an welchem Punkt ich dann durch die Brille schaue.

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mbf
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Re: Brille beim Schießen, Fern und Nah und so...

Beitrag von mbf » 17. Feb 2020, 11:57

Das, meine ich, hatte "der Optiker" ;) damals kritisiert, da Du dann immer noch schräg durchs Glas schaust und nicht wirklich Abbildungsqualität gewinnst. Er hatte sogar einen bekannten deutschen Schätzen dazu als Negativbeispiel herangezogen. 2 Experten, 3 Meinungen...
Grüße, Matthias

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heisem
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Re: Brille beim Schießen, Fern und Nah und so...

Beitrag von heisem » 4. Mär 2020, 16:49

Hier mal was zum "active" und "passive aiming":
https://www.facebook.com/182318993402/p ... 097428403/
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