Billig vs. Teuer

Fragen, Themen die das System Bogen incl. Anbauteile betreffen
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6pack
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Billig vs. Teuer

Beitrag von 6pack » 24. Jan 2020, 07:52

Vermutlich nicht ganz ernst gemeint und völlig unwissenschaftlich, wird HIER der Beweis angetreten das man Ringe nicht kaufen kann.
Ich formuliere meine Antworten so das sich die Tasten der Tastatur gleichmäßig abnutzen.
Geschossen wird mit Spigarelli Revolution Barebow/ Gillo GT25/WNS Premium Alpha Fiber/Foam und Oak Ridge Dymond für's traditionelle zwischendurch ;)

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ullr
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Re: Billig vs. Teuer

Beitrag von ullr » 24. Jan 2020, 09:40

6pack hat geschrieben:
24. Jan 2020, 07:52
Vermutlich nicht ganz ernst gemeint und völlig unwissenschaftlich, wird HIER der Beweis angetreten das man Ringe nicht kaufen kann.
Dankeschön, nochmal "Dankeschön" für dieses tolle Video. Ich habe richtig Respekt vor dem Bogensportladen, der sich traute, dieses Video in's Netz zu stellen.
Und ja, ich denke, trotz der Rumalberei, die ein wenig Leben in dröge Technik reinbrachte, ist dieses Video unbedingt ernst zu nehmen. Auch die Bemerkung, dass der preiswerte Bogen nicht "fine" getunt war.

Gruß und klar doch
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mbf
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Re: Billig vs. Teuer

Beitrag von mbf » 24. Jan 2020, 10:00

Danke, netter Fund. Tja, einem Topschützen kanntse in die Hand drücken, was man will, er zieht einen immer ab.

Das erinnert mich an den alten Spruch: "Any stick does for a bow, but a good arrow is a lot of work."
Grüße, Matthias

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Kitty
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Re: Billig vs. Teuer

Beitrag von Kitty » 27. Jan 2020, 15:19

Das Video hat mich auch am Wochenende amüsiert.
Es ist vor allem für jene Bogenschützen gut geeignet, die zweimal pro Monat, wenn es hochkommt trainieren, sich aber 800€-Mittelteile und teure Wurfarme zulegen mit dem Glauben, dass sie dadurch ihre geringes Training kompensieren können.
Einen solchen billigen Bogen wie in dem Video hatte ich die ersten 15 Monate auch. Habe auch 70m damit geschossen. Irgendwann kommt aber schon der Wille, sich etwas besser zulegen zu wollen, wenn man Turniere schießt.
MK Alpha RH~Uukha VX1000 ~ca. 35,7# bei ca. 29,5"~BYC8125G 16 Strang~Easton X10 Stabis~TEChro Klicker~Shrewd VBar~Shibuya Ultima Rest~Beiter Button~SL QuestX~X7 1914 mit 4" Gaspro & ACE 670 mit 2" GasPro soft

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Waldgeist
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Re: Billig vs. Teuer

Beitrag von Waldgeist » 30. Jan 2020, 15:24

Zumindest ist damit belegt:
a. Auch mit dem 200€ Set lässt sich`s gut treffen.
b. Ein teures Set bietet keine Gewähr für bessere Trfferergebnisse.
Dazu bedarf es keiner wissenschaftlichen Bewertung ... ;)
„Jeder Mensch kann irren, aber Dummköpfe verharren im Irrtum!“
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ullr
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Re: Billig vs. Teuer

Beitrag von ullr » 30. Jan 2020, 19:15

Waldgeist hat geschrieben:
30. Jan 2020, 15:24
Zumindest ist damit belegt:
a. Auch mit dem 200€ Set lässt sich`s gut treffen.
b. Ein teures Set bietet keine Gewähr für bessere Trfferergebnisse.
Dazu bedarf es keiner wissenschaftlichen Bewertung ... ;)
Der Haken dabei ist nur, dass die Firmen mit Sponsoring und nutzlosen Technik-Gimmicks werben und der falsche Ansatz
"Wer heilt hat Recht" .....ähhhh..... "Wer trifft hat Recht" immer noch sehr, sehr populär ist.
Um solche dreisten Fakes blosszustellen ist so eine Aktion ein Segen.
Gruß und klar doch,
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Re: Billig vs. Teuer

Beitrag von bkr_hro » 30. Jan 2020, 21:43

Man könnte nartürlich unterstellen, dass der Kollege mit dem "guten Material" da ein bischen geholfen hat ...

Andererseits weiß doch jeder, der ein bischen Ahnung hat, dass das Zusammenspiel des Materials einen nicht unerheblichen Einfluss hat.
Schon alleine Auszugsgewicht und Pfeil-Spine (und auch bei "Billigpfeilen" kann man gute 3er- / 6er-Sets zusammenstellen) - passt das zueinander, fliegt der Pfeil dahin, wo der Sportler will. Zumal, wenn dessen Technik, Bewegungsablauf konstant ist.

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ullr
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Re: Billig vs. Teuer

Beitrag von ullr » 31. Jan 2020, 07:46

bkr_hro hat geschrieben:
30. Jan 2020, 21:43
Man könnte nartürlich unterstellen, dass der Kollege mit dem "guten Material" da ein bischen geholfen hat ...
...
Lach... ;) "Bewußt" daneben zu schießen ist auch schwieriger als man glaubt... ;) Aber das halte ich nicht für sehr wahrscheinlich.
Andererseits weiß doch jeder, der ein bischen Ahnung hat, dass das Zusammenspiel des Materials einen nicht unerheblichen Einfluss hat.
Schon alleine Auszugsgewicht und Pfeil-Spine (und auch bei "Billigpfeilen" kann man gute 3er- / 6er-Sets zusammenstellen) - passt das zueinander, fliegt der Pfeil dahin, wo der Sportler will. Zumal, wenn dessen Technik, Bewegungsablauf konstant ist.
Na klar. Nur beim Holzbogen-Mittelteil kommt eine zusätzliche Schwierigkeit dazu, nämlich der geringere Centerschnitt. Es geht aber. Ich habe auch für Holzmittelteile teure Pfeilschäfte gerechnet, es funktioniert auch.
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landbub
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Re: Billig vs. Teuer

Beitrag von landbub » 31. Jan 2020, 14:56

Kitty hat geschrieben:
27. Jan 2020, 15:19
Es ist vor allem für jene Bogenschützen gut geeignet, die zweimal pro Monat, wenn es hochkommt trainieren, sich aber 800€-Mittelteile und teure Wurfarme zulegen
Grad diese Schützen, und da zähle ich mich ein wenig dazu, sind auf tolles Material angewiesen, weil dieses motiviert, es auszunutzen. Ich denke jeder weiss, dass ein brandneues Mittelteil einem keine 5 Ringe mehr bringt, nur weils nun aus Raumschiffalu ist und nicht mehr aus Flugzeugalu. Man weiss aber auch, dass nun die Limits (theoretisch) verschoben sind und man mehr tun muss, um den Möglichkeiten des Materials zu folgen. Es ist also eher eine Kopfsache als eine rational messbare Größe.

Nachtrag: davon leben ganze Industrien auch ausserhalb des Bogensports: Ski, Mountainbike, Outdoor-Kleidung aber auch sowas wie Motorsägen oder Rasenmäher oder HiFi / HighEnd Enquipment wie Lautsprecherm, Verstärker etc

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ullr
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Re: Billig vs. Teuer

Beitrag von ullr » 3. Feb 2020, 09:07

landbub hat geschrieben:
31. Jan 2020, 14:56
... Man weiss aber auch, dass nun die Limits (theoretisch) verschoben sind und man mehr tun muss, um den Möglichkeiten des Materials zu folgen. Es ist also eher eine Kopfsache als eine rational messbare Größe.
Nachtrag: davon leben ganze Industrien auch ausserhalb des Bogensports: Ski, Mountainbike, Outdoor-Kleidung aber auch sowas wie Motorsägen oder Rasenmäher oder HiFi / HighEnd Enquipment wie Lautsprecherm, Verstärker etc
Na klar. Eigene Erfahrung:
Vor mehr als 20 Jahren lachte mich aus dem Internet ein Take Down Bogen (Yamaha SF) -"SF" steht hier für "Superforged" des Mittelteiles-. Dieser Ausdruck bezeichnete ein warmverformtes AL-Mittelteil, das als letzten Fertigungsschritt eine genau definierte Kaltverformung erhielt. Yamaha hatte dieses Fertigungs Know-How aus Ihrer Motorradentwicklung. Sauteuer...
Dieses Mittelteil schrie mich förmlich an:
"Kauf mich! Kauf mich! Kauf mich"
Wie hypnotisiert bestellte ich. Diesen Bogen habe ich heute noch und selbstverständlich schieße ich ihn auch noch. :D
Natürlich hatte dieser Fertigungsschritt und auch das Design nicht den Hauch eines Einflusses auf meine Ergebnisse, aber das Design in Verbindung mit dieser außergewöhnlichen Fertigung fasziniert und beeindruckt mich noch heute.
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